FT8 WSJT-X

Aktuelle Codier- und Decodiersoftware

Der Absolvent der Harvard University und Nobelpreisträger für Physik, Joe Taylor, K1JT, wurde als Gast auf der HamRadio 2019, für seine Verdienste in der Entwicklung auf dem Gebiet des Amateurfunks, im Bereich digitaler Betriebsarten, mit dem Horkheimer-Preis 2019 geehrt.  (DD6NT)

Joe Taylor, K1JT, hat jetzt WSJT-X 2.1.2 das neue Update seiner aktuellen Codier- und Decodiersoftware für die Sendearten FT8, JT4, JT9, JT65, QRA64, ISCAT, MSK144, Echo und WSPR veröffentlicht. Zur Erinnerung: Die mit WSJT-X 2.0 eingeführten neuen FT8- und MSK144-Protokolle erlauben 77-Bit-Informationsnutzlasten statt der 75 Bit des älteren FT8-Protokolls bzw. 72 Bit des bisherigen MSK144-Protokolls. Da die alten und neuen Protokolle zueinander inkompatibel sind, sollten ältere Versionen nicht mehr zum Einsatz kommen.

Hier das neue Update WSJT-X 2.1.2. 

Freigabe der Installations packages für WSJT-X 2.1.2.

(Copyright © 2019 by Joe Taylor - K1JT)

Weak Signal communication

WSJT-X ist ein Computerprogramm, das grundlegende Amateurfunkkommunikation unter Verwendung sehr schwacher Signale ermöglichen soll. Die ersten vier Buchstaben stehen für „Weak Signal communication by K1JT (Kommunikation mit schwachen Signalen von K1JT)“, die Erweiterung „-X“ zeigt, dass es sich um eine experimentelle Erweiterung des Programms WSJT handelt.

Weltweite QRP-Verbindungen 

WSJT-X Version 2.1.2 bietet neun verschiedene Protokolle oder Modi: FT8, JT4, JT9, JT65, QRA64, ISCAT, MSK144, WSPR und Echo. Die ersten fünf sind für sichere QSO unter extrem schwachen Signalbedingungen konzipiert. Sie verwenden nahezu identische Mitteilungsstrukturen und Kodierungen. JT65 und QRA64 sind entworfen für EME („moonbounce“) auf den VHF/UHF Bändern und haben sich auch als sehr effektiv für weltweite QRP-Verbindungen in den Kurzwellenbändern erwiesen.
 
QRA64 hat einige Vorzüge gegenüber JT65, besonders höhere Leistungsfähigkeit bei schwächsten Signalen. Wir vermuten, dass man es in einiger Zeit, JT65 bei EME ersetzen wird. JT9 wurde ursprünglich konzipiert für Langwelle, Mittelwelle und niederfrequente Kurzwellenbänder.

Höhere Empfindlichkeit - bei minimalster Bandbreite 

Der Submodus JT9A ist um 2 dB empfindlicher als JT65, benötigt aber nur 10% der Bandbreite. JT4 bietet eine große Auswahl verschiedener Tonabstände und hat sich als höchst effektiv für EME auf Mikrowellenbändern bis 24 GHz erwiesen. Diese vier „langsamen“ Modi verwenden Sequenzen von jeweils 1 min für Sendung und Empfang, daher benötigt ein QSO 4 bis 6 Minuten. Zwei oder 3 Sendungen von jeder Station – eine sendet in ungeraden UTC Minuten, die andere in geraden Minuten. FT8 ist vom Betrieb her gleich aber 4x schneller (15s Sende/Empfangssequenzen), dabei aber nur um einige dB unempfindlicher. Auf den Kurzwellenbändern sind damit weltweite QSOs mit nur wenigen Watt (oder gar Milliwatt) und Kompromissantennen möglich.  

Signalpegel unterhalb "CW-Level" 

Ab UKW und höheren Bändern sind QSOs (zum Beispiel EME und andere Ausbreitungsarten) mit Signalpegeln möglich, die 10 bis 15 dB geringer als für CW nötig sind. ISCAT, MSK144 und der Submodus JT9E-H sind „schnelle“ Protokolle, die für Meteor- und Flugzeug und andere Scatterausbreitungsarten mit kurzen Signalspitzen entwickelt wurden. Diese Modi verwenden Zeitsequenzen von 5, 10, 15 oder 30s Dauer. Die Nachrichteninhalte werden sehr schnell wiederholt (bis zu 250 Zeichen/s bei MSK144) um auch kürzeste Meteorscatter-reflexionen oder Pings zu nützen. ISCAT verwendet selbst zu bestimmende Nachrichten bis 28 Zeichen Länge, MSK144 verwendet die gleiche Nachrichtenstruktur wie die langsameren Modi und optional ein abgekürztes Format mit verkleinerten Rufzeichen.
  
Tigertronics SignaLink USB - Digitalmodem 
Beispieldarstellung für ein Modem, zur Datenübertragung
im digitalen Amateurfunkdienst.   © by TIGERTRONICS

Empfang unter der Hörgrenze 

WSPR (ausgesprochen als „whisper“) steht für Weak Signal Propagation Reporter (Schwachsignal-Ausbreitungsbericht). Das WSPR Protokoll wurde zum Testen von Ausbreitungs-bedingungen mit niedrigen Leistungen entworfen. WSPR Nachrichten bestehen aus dem Callsign der sendenden Station, dem Locator und der Sendeleistung in dBm; diese können bis zu -31dB bei 2500Hz Bandbreite dekodiert werden. WSPR Anwender mit Internetzugang können automatisch Empfangsberichte zu der zentralen Datenbank WSPRnet hochladen. Diese bietet die Darstellung auf Karten an, ein Archiv und viele andere Besonderheiten. Der Echo Modus erlaubt das Dekodieren und Messen eigener Echos vom Mond, selbst wenn diese weit unter der Hörgrenze sind.
 
(Copyright © 2019 by Enrico Schuerrer - OE1EQW)
(Stark gekürzt und ergänzt von DD6NT) 
 
 
The digital default frequencies for FT8 WSJT-X use.
 
     136. 130   KHz    2 190 m
     474. 200   KHz       630 m
    ———————————————
         1. 840   MHz       160 m
         3. 573   MHz         80 m
         5. 357   MHz         60 m  (not release in Austria)
         7. 074   MHz         40 m
       10. 136   MHz         30 m
       14. 074   MHz         20 m
       18. 100   MHz         17 m
       21. 074   MHz         15 m
       24. 915   MHz         12 m
       28. 074   MHz         10 m
       50. 313   MHz           6 m
       50. 323   MHz           6 m  (intercontinentale QSO´s)
   ——————————————— 
       70. 100   MHz          4 m
     144. 174   MHz          2 m
     432. 500   MHz        70 cm 
                                                                  
   ————————————————————
 
Einstellungen am "TX" für den FT8 WSJT-X Betrieb. 
 
      ASC .......................aus
      PreAmp ................. aus
      Equalizer ............... aus
      Kompressor ........... aus
      Noise Reduction ....  aus
      Notch Filter ........... aus
      Filter .....................öffnen, oder 2,5 KHz
      RX-Verbesserer .....  aus
      ALC .......................ohne Ausschlag
      Data-Modus ........... ein   (sonst USB)
      Sendeleistung ........ 30-40W (oder QRP)
 
Bei abweichenden oder geänderten Bezeichnungen, bei
geänderten Namen oder Betriebsarten und Funktionen, 
immer in der Bedienungsanleitung des entsprechenden
Transceivers oder des Interface/Modem nachlesen. Für
die Angaben der Einstellungen, an den entsprechenden  
Funkgeräten, wird keine Garantie übernommen. 
                                                                     (DD6NT)

Auf das Timing kommt es an 

Bei digitalen Betriebsarten im Amateurfunkdienst und im
Besonderen bei der Anwendung von FT8, muss für einen
reibungslosen und fehlerfreien Funktionsablauf die genaue
Einstellung der PC-Uhr als unumgänglich angesehen werden.
Eine zeitliche Differenz von nur  +/- 1,0 Sek.  macht das
Arbeiten mit digitalen Betriebsarten oft schon unmöglich.
Wer seinen PC bisher noch nicht auf "Atomzeit" umgestellt
hat, kann das mit dem nachfolgenden "Link", auf dieser
Seite, sehr einfach und schnell nachholen. Die Uhrzeit des
Computers wird in kurzen Interwallen, sekundengenau, 
mit der Cäsium-Atomuhr der Physikalisch-Technischen-
Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig abgeglichen.

                                                                       (DD6NT)                                                                          

 Logo vom FT8DMC 

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           Dipl.-Wirt.-Inf. Patrick Holz
 
 
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Neues von K1JT 

Die generelle Freigabe der WSJT-X Software
in der Version 2.1.2. mit der neuen Mode FT4.
 
Freigabe der Installations packages für WSJT-X 2.1.2
 
Die neue Software ist inkompatibel mit älteren Versionen 
 
 
 
 
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