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Sinkende Mitgliederzahlen - immense Kostensteigerungen Senioren verlassen den Club

Der Weg alles Irdischen

In den vergangenen Jahren und auch kürzlich mussten viele
Wirtschaftsunternehmen wegen der allgemeinen Kosten-
Entwicklung und falscher Entscheidungen der Vorstände und
des Managements, mit anderen Firmen fusionieren oder aber
in die Insolvenz gehen.
 
Ein anderer Grund, weshalb Vereine oder Clubs aufgelöst
werden, ist oft auch die geringe Mitgliederzahl und ein
mangelndes Interesse an der ehrenamtlichen Arbeit im Verein. 
Diesen Weg mussten in der Vergangenheit auch Amateurfunk-
Vereine gehen, wie z.B. der Deutsche Funk Verband e.V. 
(DFV e.V.) die Aktivitätsgruppe-Wolfsburg-Gifhorn e.V. 
(AWG e.V.) die Interessen-Gemeinschaft der Funk-
Amateure in Hilfsorganisationen e.V., in Deutschland 
(IG-FIH e.V.) und auch der Belgium-Digital-Modes-Club
(BDM), die nun Amateurfunk-Geschichte geworden sind.
  

Auch der Förderverein Amateurfunkmuseum e.V. (AFM) hat, wie man im Funk-Telegramm.de, 06/2016 auf Seite 7, rechts oben lesen kann, auf seiner Jahreshauptversammlung 04/2016  im Jahresbericht des Vorstands, über große Probleme des Vereins berichtet. Insbesondere seine finanziellen Schwierigkeiten, die innerhalb kurzer Zeit in die Zahlungsunfähigkeit führen können, wenn nicht entschieden und nachhaltig gegengesteuert wird und neue Geldquellen erschlossen werden. Man hofft auf edle Spender. 

(Quelle:http://www.amateurfunkmuseum.de/actuell02.html  
Achtung: Diese Seite wurde zwischenzeitlich entfernt. 
· 
Aber ganz offensichtlich ist es kein amateurfunkspezifisches
Problem, dass viele Club-Mitglieder auch den alteingesesse-
nen CB-Funk Vereinen nicht mehr die Treue halten und sich
vom Vereinsleben verabschiedet haben. Hier kann an erster
Stelle wohl die Deutsche Funk-Allianz e.V. - DFA genannt
werden, denn auch dieser einst recht grosse CB-Funk-Club
wurde bereits am 31.12.2016, im Vereinsregister geloschen.

DARC-Vorstand will RTA abschaffen

Eine Entwicklung anderer Art zeichnet sich in Bezug auf den Runden Tisch Amateurfunk (RTA) ab. Da in der Vergangenheit und zwischenzeitlich wiederholt mehrere Vereine die Mitgliedschaft am Runden-Tisch-Amateurfunk gekündigt haben, wie es z.B. bereits am 10.08.2010, die Diplom- Interessen-Gruppe e.V. (DIG e.V.) getan hat (Nicht zu verwechseln mit der DIG Diplom-Interessen-Gruppe ohne e.V. Sekretär: DH1PAL, rd. 3500 Mitgl. in DL). Der Vorstand des DARC e.V. beschäftigt sich mit dem Gedanken, den RTA abzuschaffen. Der RTA soll aufgelöst und „in den DARC überführt werden“. (Quelle: Protokoll der DARC-Mitgliederversammling 11/2019 und Funk-Telegramm 03/2020) 
 

Website wegen  EU-DSGVO  "offline"

Man darf hier aber auch nicht vergessen, dass viele Websites
von Amateurfunk-Vereinen oder Clubs wegen der neuen  
EU-Datenschutz-Grundverordnung  (EU-DSGVO),
zwischenzeitlich von den Betreibern aus dem Internet 
genommen wurden, weil jetzt viele  Informationen
nicht mehr gezeigt werden dürfen und daher so manche
Website, keinen Sinn mehr für unser Hobby darstellt.
Daher ist natürlich auch die Webewirksamkeit im Internet, 
für diesen Verein oder Club nicht mehr gegeben. 
 

Angespannte Finanzen der IARU Region 1

Der Präsident der IARU Region 1 - Don Beattle, G3BJ, hatte
im Juli 2017, in seiner Eröffnungsrede zur HamRadio
geradezu gefleht, dass sich mehr Funkamateure in und für
die IARU engagieren sollten. In einem Papier zur
IARU-Konferenz im September hatte er kürzlich auf die
extrem angespannte Situation bei den Finanzen der IARU
hingewiesen.

Quelle: Funktelegramm 09/2017- Seite 6, links (IARU gegen EURAO)

(Artikel gekürzt:  DD6NT) 

Senioren verlassen oft ihren Club

Ein betrachtenswerter Aspekt, den die Amateurfunk-Vereine
auf keinen Fall unterschätzen sollten, ist die Tatsache, dass
bei vielen Club-Mitgliedern und besonders in der Gruppe
der Senioren, oft auch finanzielle Probleme in der heutigen
Zeit auftauchen und den Grund für den Austritt aus einem
Verein darstellen.
 
Potenzielle Kandidaten für einen in Zukunft erfolgenden,
möglichen Austritt aus dem Verein können sich die Vorstände
selbst in der eigenen Buchhaltung ihres Vereins ansehen und
sich hier besonders auf die Mitglieder konzentrieren, die den
Jahresbeitrag schon jetzt in monatlichen Raten begleichen,
weil es ihnen schwer fällt den Jahresbeitrag für die
Mitgliedschaft, in einem Stück aus der Tasche zu ziehen.
Die Vorstände der Vereine sollten sich auch einmal überlegen,
wenigstens den Vereinsmitgliedern der Gruppe, der über
65-jährigen Senioren, einen vergünstigten Jahresbeitrag zu
gewähren. Summen von 100.- Euro und mehr für den
Mitgliederbeitrag jährlich, können sich z.B. Ruheständler
mit niedrigen Renteneinkünften, oft nicht mehr leisten.
Im Besonderen dann, wenn die Kosten für einen Versand-
Service, die Beschriftung der QSO´s und den Druck der
QSL-Karten, zusätzlich geleistet werden sollen.
 
Hier sind die Amateurfunk-Vereine zum Handeln aufgefordert,
wenn man diese altgedienten Mitglieder nicht vorzeitig durch
deren Austritt verlieren will. Das Verbuchen eines Mitglieds-
Beitrags von 50% ist mehr, als wenn das Mitglied kündigt
und die Einnahme in der Vereinskasse dann Null ist, weil
man schon wieder ein aktives Mitglied verloren hat.
   
(Artikel t.w. gekürzt und aktualisiert - DD6NT)
 
(Quelle: Auszugsweise von Hans-Gerhard, DK3JB /
Funktelegramm 04/2017 Seite 13) 

Mitgliederschwund und Kostenexplosion

Die Situation der Clubs und Vereine in der deutschen
Amateurfunk-Landschaft ist die, dass die Mitglieder in
manchen Clubs oder Vereinen nur als zahlungspflichtige
und ansonsten aber unmündige Bürger angesehen werden.
 
Die Vorstände in den Clubs und Vereinen überwachen oft
nicht mit der erforderlichen Sorgfalt die finanzielle
Entwicklung im Verein und vergessen die Ausgabenbremse
anzuziehen, wenn noch Zeit dafür da ist.
 
Leider aber erkennen viele Funktionäre in den Clubs oder
Vereinen erst viel zu spät ihre Situation, nämlich dann
wenn das Geld schon alle ist oder noch schlimmer, wenn
man das Geschäftsjahr sogar mit Verlusten abschließt. 
Jetzt gehört der Verein auf den Prüfstand.
 
Die Reaktionen der Mitglieder reichen von Verwunderung,
über Kopfschütteln, bis zum Austritt aus dem Verein.
Bei einer stark sinkenden Mitgliederzahl, aber immer
höher steigenden Kosten und einer starken Anhebung
der Mitgliedsbeiträge, ist das Ende der  “Fahnenstange“ 
bald erreicht.
 
Der Knackpunkt des Ganzen befindet sich genau an der
Stelle, an der die Mitgliederzahl so stark abgesunken ist,
dass es den wenigen im Verein oder Club verbleibenden
Mitgliedern, bei den in die Höhe schnellenden Ausgaben,
nicht mehr möglich ist, die erforderlichen Finanzmittel
aufzubringen, die für die Erhaltung der Funktionen des
Vereins und für eine Weiterführung in unveränderter
Weise erforderlich sind.

DARC-Beitragserhöhung ab 2021 plus 3% - und ab Jan. 2022 um weitere 3% 

Der Jahresbeitrag für DARC-Mitglieder, wird ab dem
01.01.2021 z.B. in der Gruppe 01 (um ca. 3%),
angehoben und ab  01.01.2022, um weitere ca. 3%
auf  105. --* Euro (p.a.)
 
Wer zusätzlich den Service der DARC QSL-Service GmbH, in Anspruch nehmen will, ist dann für die Vermittlung, Beschriftung mit den QSO-Daten und dem Druck von z.B. 1.000 Stck. QSL-Karten p.a. mit weiteren 79.— EUR und bei 2.000 Stck. p.a. mit 149. – EUR dabei. Bei diesen Rechen-Beispielen* addieren sich die Kosten z.B. in der Gruppe 01, für DARC-Mitglieder, auf  184. – EUR p.a. bzw. 254. – EUR p.a.

(nur mit ADIF-Upload der QSO-Daten) 

*) Beispielrechnung für die Beitragsgruppe 01, bei der
DARC QSL-Service GmbH, sind auch andere Abos, zu
anderen Preisen möglich. 

(DARC QSL-Service GmbH. - Preisliste)

In Erinnerung, etwa an das Jahr 2013 oder 2014, hier
zahlte ich als DARC-Mitglied noch 72. – EUR Jahres-
beitrag (einschließlich QSL-Vermittlung).
 
Aufgrund einer von der Mitgliederversammlung des DARC,
in Baunatal, im Frühjahr  2014, für das Jahr  2015 durch-
gewinkten Beitragserhöhung von 33,33% (von 72.- € auf
96.- € p.a.), bin ich zum Jahresende 2014, aus dem DARC,
dem Deutschen Amateur Radio-Club, ausgetreten und habe
meine Position im Vorstand des DARC, als Ortsverbands-
vorsitzender (OVV), des Ortsverbandes Berlin-Charlotten-
burg D01, ab Januar 2015 zur Verfügung gestellt. Jetzt
kann man mich nicht mehr anpassen und ohne Club,
fehlt mir auch sonst nichts.

Neuer Club in Berlin gegründet 

Trotz unerfreulicher Dinge, gibt es aber auch Licht am Amateurfunk-Horizont. So ist z.B. in Berlin, schon 2017, ein neuer Club gegründet worden, der sich großer Beliebtheit erfreut, die Amateurfunk Interessen Gruppe - AIG,  mit monatlichen Treffen von Funkamateuren, ausserhalb von Vereinsmitgliedschaften und man muss auch kein Mitglied in irgendeinem Amateurradio-Ortsverband sein. Ein Grund für den Erfolg, ist wohl die Tatsache, dass in diesem neuen Club in Berlin, kein Mitgliedsbeitrag erhoben wird und es gibt daher auch keine Thematisierung von Beitragsanpassungen. 

Die Amateurfunk Interessen Gruppe (AIG), ist weder ein eingetragener Verein (kein e.V.), noch eine Vereinigung und schon gar keine rechtsgültige Organisation gemäß dem deutschen Recht. Wir erheben auch nicht den Anspruch, etwas aus dieser Aufzählung zu sein und streben auch keine Führungspositionen an. Wir sind eine Interessen-Gruppe unabhängiger und in der Hauptsache nicht organisierter Funkamateure.

Bei der "AIG" in Berlin, handelt es sich um eine kleine Interessen-Gruppe von Menschen, welche sich aufgrund der gleichen Interessen (Amateurfunkdienst), aber in unterschiedlichen Ausprägungen mit dem Hobby Amateurfunk beschäftigen. Einige Funkamateure in unserer Gruppe sind auch sehr aktiv in den Bereichen "Arbeitskreis Notfunk" und "Katastrophenfunk KatS", in Berlin und Brandenburg tätig. 

Die AIG führt kein Kassenbuch und hat weder Einnahmen noch Ausgaben.
 
                  CW ist Immaterielles Kulturerbe                                             

In der AIG, gibt es daher keine Geschäftsstelle,  keinen Geschäftsführer,  keinen Vorstand,  keinen Kassierer,  keinen Sekretär  und  keine Vereinszeitschrift.  Aber dafür bezahlt man in der AIG keinen Mitgliedsbeitrag und es gibt daher auch keine Kündigungen. 

(Quelle: © by Nachrichten-Archiv DD6NT) 
 
Aus gegebenem Anlass wurden alle Termine, 
der "AIG" wegen der Virensituation abgesagt. 
 
Nähere Informationen über die "AIG"
finden Sie an der oberen Randleiste,
auf dieser Seite, unter: "AIG".
 
Anfragen - E-Mailadresse:  [email protected] 
 
Copyright © 2007 by Nachrichten-Archiv DD6NT
 
Anmerkung zur  Datenschutzgrundverordnung  -  (DSGVO)  und zum Amateurfunkdienst
Gesetzliche Grundlage für den Amateurfunkdienst ist das Amateurfunkgesetz (AFuG) und die Amateurfunk-Verordnung (AFuV). Sowohl im Amateurfunkgesetz und der entsprechenden Verordnung kann aber keine Regelung erkannt werden, die von der Datenschutzgrundverordnung,  (DSGVO)  betroffen wäre.
(Copyright © by Nachrichten-Archiv DD6NT) 

 

Neues von der IARU: 

Internationale Amateurfunkunion
Region 1 - 25. Generalkonferenz
Teil 1 (virtuell) 10. bis 16. Oktober 2020
 
(Ein Bericht des Funk-Telegramms 12/20) 
 

IARU-Präsident: Tim Ellam, VE6SH

QSL-Service bald nur noch elektronisch
 
Kein geringerer als der Präsident der IARU, Tim Ellam,
VE6SH, wies bei der Eröffnung der IARU-Konferenz der
Region 1 am 11.10.2020 darauf hin, dass massive
Veränderungen auf die Amateurfunkverbände zukämen.
 
So sei absehbar, dass der QSL-Service bald nur noch
elektronisch abgewickelt werden würde. 
 
(Quelle: IARU-Konferenz Region 1 und FT-12/20) 

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