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Curevac - mRNA - "CVnCoV"

Wichtige Etappe für deutschen Hersteller!
Corona-Impfstoffe: Diesen Vorteil bietet Curevac gegenüber Biontech

Als eines der Ersten startete das Tübinger Unternehmen Curevac, mit der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs auf "mRNA" Basis. Erste Daten zur Wirkung liegen vor - das Ziel der EU-Zulassung rückt näher. Was kann das Mittel leisten?

der EU sind bislang drei Impfstoffe gegen Corona zugelassen worden: das Vakzin des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer, das Präparat des US-Unternehmens Moderna und der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca sowie der Universität Oxford.

Schon bald könnte ein weiterer deutscher Hersteller folgen: Curevacs - ein "mRNA"-basierter Impfstoffkandidat "CVnCoV" steigt nun ins Zulassungsverfahren ein.
Wie weit ist der Curevac-Impfstoff in der Erprobung?

Curevac hatte im Juni 2020 mit der Prüfung seines Wirkstoffs begonnen. Laut dem Tübinger Hersteller ist man nun in "einem fortgeschrittenen Stadium der zulassungs-relevanten klinischen Studie". Diese Phase 2b/3-Studie wurde im Dezember 2020 gestartet. Insgesamt nehmen daran mehr als 35.000 Probanden an mehreren Standorten in Europa und Lateinamerika teil.

Curevac erwartet erste Daten aus einer Zwischenanalyse für Ende März. Erst mit diesen Ergebnissen kann die Europäische Arzneimittelagentur Ema eine erste Wirksamkeits- und Nutzen-Risiko-Bewertung durchführen und der Hersteller die Zulassung beantragen.
EU-Arzneimittelbehörde überprüft den Impfstoff schon jetzt.

Die vorläufigen Studienergebnisse aus dem letzten Jahr haben die Ema offenbar schon überzeugt: Die Behörde hat am 12. Februar angekündigt, mit der Überprüfung des Impfstoffs in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren zu beginnen. Das bedeutet, dass Curevac die Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit seines Vakzins nicht im Ganzen liefert, sondern paketweise, sobald sie verfügbar sind. So kann eine Zulassung beschleunigt werden. Die Ema hatte bei den anderen Impfstoffen ebenso agiert.

Das Curevac-Mittel ist der dritte  "mRNA"-basierte Impfstoff, der dann eine Zulassung erhalten könnte - wann genau, lässt sich aber noch nicht sagen. Weder Curevac noch die Ema machten Angaben, wie lange das Begutachtungsverfahren dauern wird. Einige Experten halten eine Zulassung im April für möglich.

Das ist über Wirksamkeit und Nebenwirkungen bekannt

Curevac hat bereits im November 2020 Daten aus seiner Phase-1-Studie veröffentlicht, denen zufolge der Impfstoff "in allen getesteten Dosisstärken allgemein gut verträglich war und zusätzlich zu ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste", so der Hersteller. Schwerwiegende Nebenwirkungen kamen nicht vor.

Auch die Ema bestätigte, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt. Genaue Angaben zur Wirksamkeit des Impfstoffs stehen aber noch aus.

Vorteil: Curevac-Wirkstoff braucht kaum Kühlung

Als großer Vorteil des Curevac-Präparats im Vergleich zum mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer gilt die Kühlschranklagerung bei zwei bis acht Grad. Biontechs "BNT162b2" muss hingegen bei hohen Minusgraden transportiert und gelagert werden.

In einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" sagte Curevac-Gründer Ingmar Hoerr, dass der Fokus auf eine einfachere Lagerung auch der Grund dafür gewesen sei, dass seine Firma bei der Impfstoff-entwicklung länger gebraucht habe. "Ein bei minus 80 Grad gelagerter Impfstoff, der mag für die westliche Welt funktionieren. Aber das ist ein Unding für Entwicklungsländer."

Wie viele Impfstoffdosen könnte Curevac liefern?

Im Moment stellt Curevac den Impfstoff für die Studien an seinem Hauptsitz in Tübingen her. Die Produktions-kapazitäten werden derzeit europaweit ausgeweitet. Durch eine Kooperation mit dem Pharmakonzern Bayer hofft Curevac, seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen zu können. Bis zu 300 Millionen Dosen sind im Gespräch. Im nächsten Jahr sollen es dann eine Milliarde des mRNA-basierten Covid-19-Impfstoffs sein.

Neben Bayer gibt es auch weitere Kooperationspartner, etwa Wacker Chemie aus München und Rentschler Biopharma aus Laupheim (Kreis Biberach). Zudem arbeitet Curevac mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline an einer ersten Impfstoffversion, die gegen mutierte SARS-CoV-2-Varianten schützen soll.

(Copyright © by DPA/AFP)

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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